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Turkmenische Teppiche

Zu den turkmenischen Teppichen zählen die in Usbekistan, Turkestan aber im weiteren Sinn auch die in Afghanistan geknüpften und gewebten Textilien, sowie die Belutschen. Unter dem irreführenden Sammelbegriff „Buchara“ kamen diese Teppiche auf den europäischen und amerikanischen Markt. In Buchara fand der Handel statt, aber sie wurden dort nicht hergestellt. Diese Teppiche wurden vor allem unter dem Gesichtspunkt des Nomadenlebens gefertigt und dienten dem täglichen Leben. Jurteneingangsbehang (Engsi-Hatschlu), Zeltbänder zur Befestigung der Zeltkonstruktion, Tschowal, Torba und Mafrasch (größere und kleine Taschen), Asmalyk (Kamelflankenschmuck für festliche Anlässe wie Hochzeiten) und selbstverständlich große und kleinere Bodenteppiche. Die Turkmenenteppiche sind meist sehr fein geknüpft, was wohl hauptsächlich klimatisch bedingt ist.
Generell gilt für alle zumindest antiken Teppiche, dass die Knüpftdichte und Schurhöhe per se noch kein Kriterium für die Qualität eines Teppichs ist. Die Knotendichte hängt vor allem damit zusammen, für welchen Zweck ein Teppich hergestellt wurde. Teppiche, die z.B. im gebirgigen Kaukasus geknüpft wurden, sollen Wärme spenden, sie sind deshalb grob geknüpft und haben hohen Flor. In ebenen Regionen wie im Küstenbereich des Kaspischen Meeres, sowohl östlich als auch westlich dieses Meeres, werden feinere, kurz geschorene Teppiche hergestellt. Das selbe gilt für die Turkmenenteppiche, die in den weiten Steppengebieten Turkestans hergestellt wurden, wie die Tekke, Saloren, Arabatschi, Tschaudoren und Yomouden. Sie sind sehr fein geknüpft und kurz geschoren. Die Yomoud-Teppiche haben einen etwas höheren Flor und die Ersari (Beschir) sind etwas lockerer geknüpft. Fast in keiner anderen Region ist der Qualitätsverfall im 20. Jhdt. derart deutlich zu beobachten wie bei den Turkmenen. Diese Volkskunst wich in dem Maße als aus wirtschaftlichen Gründen für den Export gearbeitet wurde. Die Herstellung für den Eigenbedarf wich der Produktion in Manufakturen. Ab den 20iger Jahren wurde dieser einzigartigen Nomadenkunst der Todesstoß versetzt, vor allem auch deshalb, da diese Lebensform nicht im Interesse der kommunistischen Ideologie stand.

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  Tekke Engsi ca. 130 x 120 cm
Zentralasien, Westturkestan
antik,
Wolle auf Wolle
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